Islamische Religion

Der Islamische Religionsunterricht (IRU) ist ein freiwilliges Fach an den Berliner Schulen.Er ist in den Bildungs- und Erziehungsauftrag der öffentlichen Schulen integriert. Im Mittelpunkt des IRU steht die Reflexion über Allah und die Offenbarung, sowie die Förderung von Werten und Normen. Bei den Kindern sollen möglichst persönliche Entscheidungsprozesse angeregt und damit gleichzeitig Respekt vor den Entscheidungen anderer Menschen initiiert werden.

Wie lernen Kinder ihre Religion?

Ziel des Islamischen Religionsunterrichts ist eine persönliche Beziehung zwischen dem Kind und Allah aufzubauen und die Kinder dazu zu motivieren vertrauend zu glauben. Ausgehend von den Grunderfahrungen der Kinder werden folgende Themenkreise behandelt:

 

• Allah / Schöpfung
• Ich-Bewusstsein
• Gemeinschaft / Gesellschaft
• Geschichte / Ibada (Gottesdienst)

Allah / Schöpfung

Das Gottesbild der Kinder ist oft einseitig geprägt: Allah ist der reglementierende, bestrafende Allah. Die Kinder lernen, dass Allah der Barmherzige, der Gnädige ist. Die Kinder sollen eine vertrauende Geborgenheit zu Allah und eine Verbundenheit mit anderen Menschen und Geschöpfen aufbauen. Sie sollen Grunderfahrungen mit der Fitra (natürliche Anlage) machen, Allah als Schöpfer kennen lernen und damit Respekt gegenüber den Geschöpfen erlangen. Die Kinder sollen sich bewusst werden, dass gute Taten in der Welt sichtbar und vor Allah "wohlverwahrt" werden.

Ich-Bewusstsein / Gemeinschaft / Gesellschaft

Die Kinder lernen, dass alle Menschen Geschöpfe Allahs sind. Die Menschen wachsen in der Familie auf, die die Verantwortung für das Kind übernimmt. Mit zunehmendem Alter übernimmt das Kind selbst innerhalb der Familie Verantwortung. Die Eltern vermitteln dem Kind die Grundlage von Barmherzigkeit, Güte, Hilfsbereitschaft, Verantwortung und Versorgung. Diese erfahrenen elementaren Lebensgrundlagen befähigen die neue Generation diese Werte in die Gesellschaft hineinzutragen.

Propheten

Die Kinder sollen mit den Propheten und deren Geschichten vertraut gemacht werden. Sie sollen lernen, dass die Propheten Vermittler zwischen Allah und den Menschen gewesen sind. Sie sollen im Grundschulalter Propheten nicht als unerreichbare Dimensionen erleben, sondern in ihrer menschlichen Personalität

Ibada/Gebet

Das Gebet ist ein unmittelbarer Kontakt zum Schöpfer und gleichzeitig ein vertrauliches Gespräch. Die Kinder lernen, dass sie unmittelbar zu ihrem Schöpfer sprechen können. Allah erhört die Gebete. Das Kind erfährt, dass es eine lebendige Beziehung zu seinem Schöpfer hat und dass Er zur Pflege dieser Beziehung einlädt, z.B. durch Gebete.

Wer darf teilnehmen?

Teilnehmen dürfen alle SchülerInnen, unabhängig von ihrer Zugehörigkeit (oder der ihrer Eltern) zu einer Kirche oder Religionsgemeinschaft. Die Anmeldung zum Religionsunterricht erfolgt durch die Erziehungsberechtigten, wenn das Kind noch nicht religionsmündig ist, d.h. das 14. Lebensjahr noch nicht erreicht hat. Mehr Informationen gibt es unter: www.islamische-foederation.de